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Vogelkartierung in Erschwil

2010 wird die Brutvogelkartierung in Erschwil durchgeführt, dazu suchen wir noch eine versierte Ornithologin oder Ornithologen.
Dazu sind 3 Begehungen Ende April bis anfangs Juni nötig. Es wird eine Einführung gegeben. Wer dies sich nicht alleine zutraut, kann mit jemanden zusammen dies machen. Interessenten melden sich hier beim NVV Erschwil



Zugvogeltag bei Picus - dem neuen Verein aus Breitenbach/Fehren/Himmelried

Am Zugvogeltag von Picus haben 28 Personen teilgenommen.

Gesehen haben wir Bachstelzen 10, Buchfink 15, Buntspecht 1, Distelfink 6, Feldsperling 8,Girlitz 2, Grünspecht 1, Habicht 1, Mäusebussard 19, Rabenkrähe 4, Ringeltauben 31, Rotmilan 23, Sperber 4, Star 6, Wiesenpieper 4,
unbestimmte Greifvögel 2, unb. Kleinvögel 70
.


Bild von der Anhöhe


Ein Rotmilan



Wer singt im Obstgarten?

Am Samstag, 25. April 2009 folgten 32 Erwachsene und 6 Kinder der Einladung des Natur- und Vogelschutzvereins Blauen-Dittingen-Nenzlingen (NVBDN). der zum Nationalen Tag der Hochstammbäume, zu einem Rundgang durch die blühenden Obstgärten von Blauen eingeladen hat. Es war ein herrlicher, sonnendurchfluteter Tag und die vielen Hundert blühenden und dufteten Kirschen- Birnen- und Apfelbäme verzauberten das Oberfeld von Blauen in eine Märchenlandschaft.
Beim Informationsstand auf den Hollen begrüssten die Leiterinnen Magdalena Franc-Massini und Ruth Meury-Saner die interessierten Naturfreunde, darunter eine grosse Delegation aus den befreundeten Natur- und Vogelschutzvereinen Büsserach und Erschwil. Nach der einleitenden Information durch die Exkursionsleiterinnen, anhand von Übersicht-stafeln, Vogelpräparaten und Dokumentationsmaterial, welche über die Wichtigkeit und den Erhalt der Hochstammbäume als Lebensräume für Mensch und Tier Auskunft gaben, ging es zum "praktischen Teil" dieses naturkundlichen Nachmittags. Auf der Wanderung, die rund zwei Stunden dauerte, konnte man diverse Feststellungen machen, die den aufmerksamen Beobachter freudig, aber auch nachdenklich stimmten. So entdeckte man, dass es immer noch Grundbesitzer gibt, die ihre Obstbaumanlagen sorgfältig pflegen und sogar mit jungen Hochstammbäumen ergänzen. Andere Besitzer oder Bewirtschafter haben auch in diesem Winter, wie schon in früheren Jahren, radikal gewirkt, die Hochstämmer ausgerissen und kaum mehr ersetzt. Das rein wirtschaftliche Denken hat keinen Platz mehr für die Oekologie und den traditionellen Baumbestand, was sich sehr nachteiliig auf die Artenvielfalt, ganz besonders aber auch auf die Kulturlandschaft auswirkt. So ist es denn nicht verwunderlich, dass einige Vogelarten, zum Beispiel, Wendehals, Widehopf, Steinkauz ausgestorben sind und auch der Gartenrotschwanz (Vogel des Jahres) ist nur noch selten zu sehen.
Der aufschlussreiche Rundgang durch das Blauner Obstbaumgebiet endete bei einem Glas erfrischenden Süssmost und gedörrten Kirschen aus einheimscher Produktion. Im Gedankenaustausch waren sich alle TeilnehmerInnen einig, dass das rassante Hochstammsterben mit iseinen negativen Auswsirkungen auf unsere Tier- und Vogelwelt nur aufgehalten werden kann, wenn wir alle mit einem bewussteren Konsum von einheimischen Produkten verschiedener Art, die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen verbessern und damit direkt helfen!





Biodiversität - Vielfalt ist Reichtum! Eine Aktion im Rahmen der BNV-Kampagne "Das Baselbiet beflügeln"
Pfegeeinsatz Obere Rüti in Blauen, 14. Februar 2009

Unter der Leitung von André Humair haben 15 Frauen und Männer einen Teil des Weidhags in der oberen Rüti verjüngt. Haseln und Hagenbuchen wurden zurück geschnitten, um den langsam wachsenden Gehölzen wie Pfaffenhütchen, Weissdorn u.a. Platz zu machen. Aufgrund des speziellen Datums "Valentinstag" besteht die Hoffnung, dass die Hecke in den nächsten Jahren mit einer besonders reichen und vielfältigen Blütenpracht im Frühling überraschen wird.
Dieser Arbeitseinsatz stand im Zeichen der artenreichen Hecke, welche der heimischen Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum dient. Gleichzeitig ist der Arbeitseinsatz auch ein Beitrag zum Erhalt unseres Landschaftsbildes.
Alle Äste sind unter der Schneedecke hervorgeschleift worden, im Häcksler verschwunden und als Hackgut ausgespuckt worden, um als Heizmaterial zu enden. Im Stübli unseres Ehrenmitglieds Ruth Meury-Saner ist den Helfern und Helferinnen ein wohl verdientes Mittagessen offeriert worden.





Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön für ihr Engagement!
Natur- und Vogelschutzverein Blauen-Dittingen-Nenzlingen
Regula Aebi





Besuch bei der Sektion Blauen-Dittingen-Nenzlingen

Am 6. September 2008 versammelten sich ca. 20 Personen in Blauen, um der Einladung zum Sektionsbesuch des im Jahre 1993 gegründeten Natur- und Vogelschutzvereins Blauen-Dittingen-Nenzlingen (NVBDN) Folge zu leisten. Inmitten alter Kulturlandschaften erhielten die Anwesenden einen guten Überblick über die Aktivitäten des Vereins.

Noch vor der Begrüssung durch die Präsidentin Ruth Meury sorgte eine verletzte Waldohreule für Aufregung. Die anwesenden Vogelpfleger Franz und Alice Martin nahmen die Patientin sofort in ihre Obhut. Es bleibt zu hoffen, dass sie sich gut erholte und wieder freigelassen werden konnte.

Die vielfältigen Tätigkeiten des NVBDN erstrecken sich über das Gebiet dreier Gemeinden mit einer Fläche von insgesamt 1754 ha. Davon entfallen etwa 110 ha auf die drei mageren Weiden, die von grossem naturschützerischen Wert sind. Alle drei zeichnen sich durch eine aussergewöhnliche Artenvielfalt aus, die sich bei den Pflanzen wie folgt präsentiert: Dittingen 470, Blauen 260 und Nenzlingen 200 Arten. Den strengsten Schutz geniesst die Blauenweide, die als Objekt von nationaler Bedeutung in das Inventar der geschützten Naturobjekte des Kantons Basel-Landschaft aufgenommen wurde. In den beiden anderen Weidegebieten sind die Magerrasen im Rahmen des Programms Ökologischer Ausgleich in der Landwirtschaft vertraglich gesichert. Der NVBDN leistet Mithilfe bei den aufwändigen Pflegearbeiten auf den Weiden in Blauen und Dittingen. Ausserdem erfolgt alljährlich in einer der drei Gemeinden eine Heckenpflege. In Nenzlingen erfolgten bereits mehrere Pflege-Einsätze am Naturschutz-Weiher.

Seit 2000 ist der Verein dank finanzieller Unterstützung durch den Kanton Basel-Landschaft und den BNV Besitzer eines 63 a umfassenden Waldstücks auf Bielägerten in der Gemeinde Blauen. Der Verein ist dabei, dieses in einen Mittelwald umzuwandeln und dadurch dem bereits vorhandenen Mittelspecht seinen Lebensraum zu erhalten. Das vom SVS vorgegebene Thema "Kleinstrukturen" gab dem Verein Anlass, zwei Naturgärten anzulegen und diese dann im Rahmen des Dorffestes Blauen 2004 dem interessierten Publikum zugänglich zu machen. Im Rahmen der Biodiversitäts-Kampagne des SVS beteiligte sich der NVBDN am Politiker-Tag und an der Schulwoche. Die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten während der Schulprojektwoche zum Thema "Naturspuren" war vorbildlich.

Auch bei vom BNV initiierten Projekten und Kampagnen beteiligte sich der Verein mit grossem Engagement: Steinkauz-Projekt, Bäumiges Baselbiet (30 Baumpflanzungen) und Beflügeltes Baselbiet (Gehölz-Verjüngungen und Nisthilfen für Gartenrötel in Dittingen).

Während der Wanderung durch die Blauenweide konnte auch die anlässlich des an die Natur- und Vogelschutzvereine und den BNV im Jahre 2007 verliehenen Hermann Walder-Preises erhaltene Eiche bewundert werden, die neben einer vom Sturm umgeworfenen und mehrere Hundert Jahre alten Eiche gepflanzt wurde.

Nach einer Stärkung bei der Forsthütte Blauen wanderten wir zum "Sanggruebehübel" auf der Dittinger Weide und konnten diesen von Wacholdern durchsetzten Lebensraum hautnah und intensiv erleben.



Der BNV dankt Ruth Meury, Billy Schneitz und Margrit Jermann ganz herzlich für den spannenden und lehrreichen Nachmittag und den weiteren Helferinnen und Helfern für die fürstliche Bewirtung im Forstschopf der Burgerkorporation Dittingen.




NVBDN: Wichtige Buntbrachen (August 2008)

Als mir eine junge Bäuerin im Sommer 1995 ihre blühende Buntbrache zeigte, sagte sie voller Stolz: "Weißt du, wenn ich die vielen Blumen und Insekten, besonders den Schwalbenschwanz (Schmetterling) sehe, dann sind das für mich Ferien!" Das war die erste Buntbrache, die in unserer Region angesät wurde. Damals wurde die junge Bauernfamilie belächelt oder negativ kritisiert. Dies in der Meinung, man kann doch nicht wertvolles Ackerland so "vergammeln" lassen.



Unterdessen hat sich aber die Meinung postiv geändert. Denn wenn man jetzt übers Feld geht, sieht man vermehrt solche farbenprächtigen Brachen. In der sonst ausgeräumten und intensiv genutzten Landschaft sind die Buntbrachen die letzten vielfältigen Natur- und Lebensräume für unzählige Tierarten. Brutgelegenheiten für seltene Vogelarten wie z.B. Neuntöter, Goldammer und sogar Schwarzkehlchen. Weil die Wildstauden und Sträucher auf den Feldern fehlen, ist die Buntbrache auch ein überlebenswichtiges Rückzugsgebiet für den seltenen Feldhasen geworden. In Blauen konnte ich fünf Junghasen in der Nähe solcher Brachen beobachten! Auch im Herbst und Winter, wenn es nicht mehr so farbenprächtig blüht, bieten die Samenstände ein grosses Futterangebot für viele Vogelarten, die bei uns überwintern oder auf dem Durchzug in den wärmeren Süden hier Rast machen. Ein besonderes Erlebnis ist, wenn man kleinere oder grössere Gruppen von Distelfinken beobachten kann.



Es wird zwischen zwei Arten Brachen unterschieden: Die sechsjährige Buntbrache und die Rotationsbrache. Letztere wird nach 2-3 Jahren aufgehoben und wieder mit Getreide oder Ackerfrucht bewirtschaftet. Diese ökologischen Ausgleichsflächen bewirken, dass sich die sonst intensiv genutzten Böden wieder erholen können (analog der früheren Drei-Zelgenwirtschaft), wo die Beobachtung der Artenvielfalt zum Alltag gehörte. Wenn man die Wichtigkeit dieser Bewirtschaftungsart kennt, dann lohnt es sich bei solchen Feldern einen Moment zu verweilen, um die einzigartige Blumenpracht und das emsige Leben der Insekten und Vögel zu geniessen!

                                                                                                                                                                    
Ruth Meury-Saner



NVBDN: Rundgang durch Under- und Oberfeld in Nenzlingen

Gerade rechtzeitig zum Rundgang am 27.04.08 durch Under- und Oberfeld in Nenzlingen sind die Mehlschwalben und Spyren aus dem Süden zurückgekehrt. Gegen zwanzig weitere Vogelarten liessen sich auf dem Rundgang sehen oder hören. Ziel des Rundgangs waren das Feldgehölz im Underfeld und die Hecke hinter dem Ricola-Garten, die vor einem Jahr durch Mitglieder des Natur- und Vogelschutzvereins Blauen-Dittingen-Nenzlingen und weitere Helfer und Helferinnen ausgelichtet worden sind. Jetzt waren viele Frühblüher wie zum Beispiel die Einbeere und der Aronstab zu beobachten. Sie nutzen das Licht, das nun wieder bis auf den Boden dringt, um rasch Blätter, Blüten und Früchte zu bilden, bevor ihnen die Blätter von Eichen, Zitterpappeln, Buchen, Hagebuchen und anderen Laubbäumen das zum Wachsen erforderliche Licht wieder wegnehmen. Es war erfreulich, die Vielfalt an verschiedenen Sträuchern in Gehölz und Hecke zu sehen. Die Hochstamm-Obstbäume standen in prächtiger Blüte. An einer Stelle sind sogar fünf neue Hochstämmer gepflanzt worden. Gut, dass auch jemand etwas für die Erhaltung des Lebensraums "Obstbaumgarten" tut! Die Hecke zwischen Ricola-Garten und Dorf ist vor kurzem zurückgeschnitten worden. Sie sieht vielleicht jetzt noch etwas ungewohnt aus. Der Schnitt ermöglicht jedoch, dass ausser Haselsträuchern nun auch andere Gehölze wieder aufkommen können, so dass die Hecke schon in ein bis zwei Jahren einen weit vielfältigeren Anblick bieten wird als bisher.



Arbeitseinsatz in Dittingen am 23. Februar 2008
Zwei Pflegeobjekte auf dem Dittingerfeld waren geplant für den diesjährigen Arbeitstag des Natur- und Vogelschutzvereins Blauen-Dittingen-Nenzlingen. Je nach Teilnehmerzahl sollten ein Feldgehölz (Steimerten) und eine ca. 60m lange Hecke verjüngt werden, damit weiterhin Eidechsen, Blindschleichen, Vögel, Igel und viele weitere Klein- und Kleinstlebewesen hier Nahrung und Zuflucht oder einen Brutplatz finden.

Schon ab acht Uhr standen unsere "Holzfäller" im Einsatz, um die grossen Bäume zu fällen. Nach neun Uhr stiessen vier weitere Helfer und Helferinnen dazu. Die vielen Haselsträucher in der Hecke wurden auf den Stock gesetzt, damit andere, langsamer wachsende Sträucher mehr Licht bekommen und sich buschiger entfalten können. Dazwischen haben wir Asthaufen aufgeschichtet - willkommene Verstecke für Kleintiere. Pünktlich zur Znünipause fuhr der von unserem Förster organisierte Forwarder vor, ein Ungetüm von einer Maschine. Während wir uns für die nachfolgende Aufräumarbeit stärkten, erledigte der Forwarder unter präziser Steuerung seines Fahrers die Grobarbeit: die gefällten Bäume und Sträucher wurden zu einem riesigen Haufen aufgetürmt, bereit zum Hacken.



Jetzt galt es all das liegengebliebene Reisig aufzusammeln und im Gehölz zu verstauen, eine Arbeit, die man leicht unterschätzt. Bei dieser Gelegenheit entfernten wir auch etlichen Abfall, der wohl auf unerklärliche Weise auf die Steimerten gelangt war: Blumentöpfe aus Kunststoff, einen blechernen Benzinkanister mit Museumswert, eine Tube Silikon... Gegen zwei Uhr nachmittags präsentierten sich die umliegenden Wiesen wieder in akzeptablem Zustand und wir begaben uns zum wohlverdienten Mittagessen in den Burgerschopf.

Der Burgerkorporation danken wir herzlich für die Verpflegung und unserem Förster für die Organisation von Abfuhr und Verwertung des Schnittgutes. Dieses heizt bereits seit ein paar Tagen unser Schulhaus. Erstmals haben wir unsere Aktion auf privatem Grund durchgeführt. Den Landbesitzern und Bewirtschaftern herzlichen Dank für ihr Entgegenkommen und ihr Verständnis für den unvermeidlichen Maschineneinsatz über ihr Kulturland. Fotos: Patrick Meury NVBDN Margrit Jermann




Vortrag über Schnecken in Erschwil am 22. Februar

In Erschwil fand am Freitag den 22. Februar der Vortrag über die Schnecken statt. Der Referent Christof Oberer konnte in einem eindrucksvollen Vortrag über die bei den meisten Menschen sonst so unbeliebten Tiere viel Wissenswertes berichten. Die Anwesenden staunten, wie Herr Oberer die Achatschnecke in der Hand hielt, und diese zu uns mit ihren Geruchsfühlern Kontakt aufnahm. Er beantwortete den Anwesenden viele offene Fragen, wieso es unsere europäische Wegschnecke (die weinrote) nicht mehr so häufig gibt, dafür wir unzählige von den spanischen Schnecken (die braune Nachtschnecke) beobachten können. Weiter hielt er Ausblick, was in Zukunft zu erwarten ist. Diese werde spannend, durch die zunehmende Klimaerwärmung, der ungebremste freie Handelsraum, bei welchem wir auch Humus verschiben. In diesem Humus werden Schnecken mit verschoben,dies wird uns neue Arten bringen und vor allem für die Landwirtschaft Sorgen bringen. In einer Frageviertslstunde konnte Her Oberer den Anwesenden die individuellen Fragen beantworten.

Im Namen der Anwesenden ein Dankeschön für den gelungenen Vortrag.
Markus Christ, Foto: Josef Borer

Christof Oberer




 
   
 
 
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